Schulen
Verband präsentiert Studie zu Nöten deutscher Schulleiter

Inklusion, Integration, viel Papierkram, kein Stellvertreter, zu wenig qualifizierter Lehrernachwuchs - der Bildungsverband VBE hat die Nöte deutscher Schulleiter abgefragt und präsentiert das nach eigenen Angaben erste bundesweit repräsentative Stimmungsbild.

Freitag, 09.03.2018, 03:12 Uhr

Der Vorsitzende des VBE, Udo Beckmann.
Der Vorsitzende des VBE, Udo Beckmann. Foto: Hendrik Schmidt

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Not deutscher Schulleiter mit wachsenden Aufgaben, Lehrermangel und Bürokratiebergen hat der Verband Bildung und Erziehung (VBE) systematisch abgefragt. Heute stellt VBE-Chef Udo Beckmann die nach seinen Angaben erste bundesweit repräsentative Umfrage dazu bei der Eröffnung des 7. Deutschen Schulleiterkongresses in Düsseldorf vor.

Im Vorfeld hatte Beckmann bereits einen dramatischen Lehrer- und Schulleitermangel in allen Bundesländern beklagt und die Kultusministerkonferenz aufgefordert, dazu endlich valide bundesweite Zahlen zu erheben. Er fordert zudem einen verbindlich einklagbaren Schlüssel für Assistenzstellen wie Schulsekretärinnen und Hausmeister.

Allein im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW ist nach jüngsten Angaben des Schulministeriums jede siebte der 5107 öffentlichen Schulen ohne regulären Schulleiter. Gut 22 Prozent der Schulen mit Anspruch auf eine Vertreterstelle haben keinen Vize. 2017 waren die Quoten bereits ähnlich hoch.

Bis zum Samstag kommen in Düsseldorf über 2500 Teilnehmer und mehr als 120 Experten aus verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen zum jährlichen Schulleiterkongress zusammen. Der VBE ist Mitveranstalter.

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