International
Schriftsteller Akhanli bedauert Erdogan-Besuch in Köln

Köln (dpa) - Der Schriftsteller Dogan Akhanli, der auf Antrag der Türkei zwei Monate in Spanien festgesetzt worden war, hat den geplanten Besuch des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Köln kritisiert. Es sei «sehr bedauerlich», dass Erdogan dort sprechen werde, sagte der in der Stadt lebende deutsch-türkische Autor dem «Kölner Stadt-Anzeiger». «Erdogan lässt nach wie vor Menschen willkürlich festnehmen, auch Deutsche, und nimmt sie als Geiseln.» Es gebe seit der Wahl in der Türkei Ende Juni nicht weniger Menschenrechtsverletzungen. Es sei ein falsches Signal, den türkischen Präsidenten «mit einem Staatsbesuch zu ehren».

Samstag, 15.09.2018, 10:42 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 15.09.2018, 10:36 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 15.09.2018, 10:42 Uhr
Der türkischstämmige Autor Dogan Akhanli gibt eine Pressekonferenz.
Der türkischstämmige Autor Dogan Akhanli gibt eine Pressekonferenz. Foto: Oliver Berg

Erdogan kommt am 28. und 29. September nach Deutschland. Früheren türkischen Angaben zufolge will er sich gleich an beiden Tagen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) treffen. Am zweiten Tag will er auch Köln besuchen, wie die dortige Polizei mitgeteilt hatte. Zum Programm wurde nichts gesagt. Möglich ist, dass er die neue Zentralmoschee der Türkisch-Islamische Union Ditib besucht.

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