Energie
Greenpeace fordert Stopp der Räumung des Hambacher Forstes

Kerpen (dpa) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat den sofortigen Stopp der Räumungsaktion im Hambacher Forst gefordert. Das Vorgehen des Energiekonzerns RWE und der schwarz-gelben Landesregierung sei «unverantwortlich», sagte Martin Kaiser, Greenpeace-Geschäftsführer und Mitglied der Kohlekommission, am Sonntag in Kerpen der Deutschen Presse-Agentur. Die Landesregierung solle zunächst die Ergebnisse der Kohlekommission in Berlin abwarten, die bis Ende des Jahres einen Pfad für den Ausstieg aus der Kohleverstromung festlegen soll. «Vielleicht muss der Hambacher Forst dann gar nicht mehr gerodet werden.»

Sonntag, 16.09.2018, 12:32 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 16.09.2018, 11:58 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 16.09.2018, 12:32 Uhr
Polizeifahrzeuge stehen in der Nähe des Tagebau Hambach. Im Hintergrund ist ein Braunkohlebagger zu sehen. 
Polizeifahrzeuge stehen in der Nähe des Tagebau Hambach. Im Hintergrund ist ein Braunkohlebagger zu sehen.  Foto: Henning Kaiser

Im Hambacher Forst westlich von Köln setzte die Polizei am Sonntag den vierten Tag in Folge die Räumung der Baumhäuser von Braunkohlegegnern fort. RWE will im Herbst weite Teile des Hambacher Forstes abholzen, um weiter Braunkohle baggern zu können. Der Wald gilt als Symbol des Widerstands gegen die Kohle und die damit verbundene Klimabelastung. Die Räumung des Forstes belastet auch die Arbeit der Kohlekommission in Berlin, obwohl sie offiziell kein Mandat für den Wald hat.

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