Verkehr
ICE brannte wegen technischen Defekts

Ein technischer Defekt ist die Ursache für den Brand in einem ICE auf der Schnellstrecke Frankfurt-Köln gewesen. Der Zug wurde erst kurz vor dem Unglück untersucht.

Samstag, 13.10.2018, 11:32 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 13.10.2018, 11:23 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 13.10.2018, 11:32 Uhr
Ein ICE mit einem ausgebrannten Waggon steht auf der Schnellbahnstrecke zwischen Köln und Frankfurt.
Ein ICE mit einem ausgebrannten Waggon steht auf der Schnellbahnstrecke zwischen Köln und Frankfurt. Foto: Thomas Frey

Dierdorf (dpa) - Ein technischer Defekt hat den Brand in einem ICE auf der Schnellstrecke Frankfurt-Köln ausgelöst. Das teilte die Bundespolizei am Samstag mit. Die Details sind aber noch unklar: «Das kann der Trafo gewesen sein, das kann auch etwas anderes gewesen sein», sagte ein Sprecher. Die Ermittlungen gehen der Deutschen Bahn zufolge weiter.

Der Zug war nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur zuletzt am Donnerstag untersucht worden. «Dabei wurde eine Klimaanlage aufgrund einer defekten Steuerung ausgeschaltet», sagte eine Sprecherin. «Diese Reparatur in einem anderen Wagen des Zuges steht in keinem Zusammenhang mit der Brandursache.»

Der Südwestrundfunk (SWR) und der Hessische Rundfunk (hr) hatten berichtet, der Defekt sei an einem Trafo aufgetreten. Die «Bild»-Zeitung schrieb am Samstag, denkbar seien ein Brand in der Elektronik oder tropfende Trafo-Flüssigkeit.

Das Feuer war am Freitagmorgen in dem ICE bei Dierdorf nahe Neuwied ausgebrochen, was nicht weit von der Grenze von Rheinland-Pfalz zu Nordrhein-Westfalen liegt. 510 Passagiere wurden aus dem stehenden Zug gebracht. Fünf Menschen erlitten leichte Verletzungen.

Die Strecke sollte am Wochenende gesperrt bleiben. Der Fernverkehr zwischen Köln, Montabaur und Frankfurt-Flughafen wurde umgeleitet. Die Bahn richtete Ersatz-Halte in Bonn oder Bonn-Beuel ein. Die Streckensperrung kann nach ihren Angaben zu Verspätungen von bis zu eineinhalb Stunden führen.

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