Kriminalität
Kölner Geiselnehmer weiter nicht vernehmungsfähig

Köln (dpa/lnw) - Der Kölner Geiselnehmer liegt nach einem Kopfschuss weiter im Koma. Ob und wann er vernommen werden kann, ist noch unklar, wie ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Donnerstag sagte. Nähere Angaben wollte er nicht machen. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hatte den 55-jährigen Mohammed A.R. am Montag nach zweistündiger Geiselnahme überwältigt und durch Schüsse schwer verletzt. Nach dpa-Informationen traf ihn ein Schuss in den Kopf. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Donnerstag, 18.10.2018, 13:02 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 18.10.2018, 12:55 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 18.10.2018, 13:02 Uhr
Der Kölner Hauptbahnhof.
Der Kölner Hauptbahnhof. Foto: Oliver Berg

Die Bundesanwaltschaft schließt ein terroristisches Motiv für die Tat nicht aus. Sie ermittelt wegen zweifachen Mordversuchs und gefährlicher Körperverletzung. Laut Zeugen hatte Mohammed A.R. unter anderem behauptet, er sei Mitglied der Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS).

Der Syrer soll am Montag einen Brandanschlag auf ein Schnellrestaurant im Kölner Hauptbahnhof verübt haben, bei dem ein 14-jähriges Mädchen schwer verletzt wurde. Danach verschanzte er sich in einer Apotheke und nahm eine Frau als Geisel. Bei sich hatte er unter anderem einen Koffer, in dem sich präparierte Gaskartuschen und Brandbeschleuniger befanden.

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