Agrar
Land und Kreis ziehen positives Fazit von Schweinepest-Übung

Osnabrück/Hannover (dpa/lni) - Der Kreis Osnabrück und das Land Niedersachsen haben ein positives Fazit einer länderübergreifenden Übung zur Afrikanischen Schweinepest gezogen. «Bis auf ein paar Kleinigkeiten hat alles gut funktioniert», sagte Kreissprecher Burkhard Riepenhoff am Freitag. Probleme seien etwa aufgefallen, weil die Jägerschaften in beiden Bundesländern anders organisiert sind. Auch sei es schwer gewesen, auf Anhieb die richtigen Ansprechpartner für die Sperrung von Bahnlinien oder Bundeswasserstraßen wie dem Mittellandkanal zu finden. Aus diesen Schwierigkeiten habe man gelernt.

Freitag, 09.11.2018, 14:42 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 09.11.2018, 14:30 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 09.11.2018, 14:42 Uhr
Ein Wildschwein.
Ein Wildschwein. Foto: Bernd Settnik

Bei der Übung hatten der Kreis Steinfurt im Münsterland und der Kreis Osnabrück kooperiert. Dabei wurde in einem fiktiven Fall von einem mit der Afrikanischen Schweinepest infizierten Wildschweinkadaver ausgegangen, der nahe der Landesgrenze gefunden wurde. Erprobt wurde dabei auch eine neue Software des Friedrich-Loeffler-Instituts.

Aus Sicht des Landwirtschaftsministeriums in Hannover ist die Übung erfolgreich verlaufen, sagte eine Sprecherin. «Das Szenario hat erneut gezeigt, wie anspruchsvoll die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest ist und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Behörden im Falle eines Ausbruchs gut vorbereitet sind.» Der gemeinsame Lagebericht der beiden Landkreise solle nun dem Bundeslandwirtschaftsministerium übermittelt werden. In Niedersachsen habe es bereits diverse Übungen zur Afrikanischen Schweinepest gegeben, etwa bei einer landesweiten Tierseuchenübung im August.

Die Krankheit wurde im September in Belgien festgestellt, nachdem sie schon seit Jahren in Osteuropa herrscht. Für Menschen ist sie nicht gefährlich, könnte aber für die Landwirtschaft erhebliche wirtschaftliche Folgen haben.

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