Prozesse
Gericht setzt im Abu-Walaa-Prozess auf Belastungszeugen

Celle (dpa/lni) - In dem seit über einem Jahr geführten Terrorprozess gegen den mutmaßlichen IS-Deutschlandchef Abu Walaa räumt das Oberlandesgericht Celle einem Belastungszeugen großen Raum ein. Der verurteilte Attentäter auf den Essener Sikh-Tempel, der nach einem Rückzieher nun doch vor Gericht aussagen will, soll vom 4. Dezember an an sieben Verhandlungstagen bis in den Januar hinein als Zeuge vernommen werden, teilte das Gericht am Freitag mit.

Freitag, 09.11.2018, 15:22 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 09.11.2018, 15:14 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 09.11.2018, 15:22 Uhr
Blick in einen Gerichtssaal im Oberlandesgericht in Celle.
Blick in einen Gerichtssaal im Oberlandesgericht in Celle. Foto: Holger Hollemann

Zusammen mit vier anderen Angeklagten steht Abu Walaa wegen Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat vor Gericht. Sie sollen junge Menschen im Ruhrgebiet und im Raum Hildesheim radikalisiert und in IS-Kampfgebiete geschickt haben. Auch der bereits inhaftierte Tempelbomber will nach eigenen Angaben von Abu Walaas Netzwerk radikalisiert worden sein. Wie sein Anwalt der «Neuen Presse» sagte, erhofft er sich von seiner Aussage vor Gericht, in den offenen Vollzug zu kommen.

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