Landtag
Gesetzesänderung: Land stärkt Ausbildung in der Altenpflege

In einer älter werdenden Gesellschaft werden Altenpfleger händeringend gesucht. NRW wird ab 2019 mehr Geld in ihre Ausbildung investieren, um den Arbeitsplatz attraktiver zu machen.

Donnerstag, 15.11.2018, 15:12 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 15.11.2018, 14:58 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 15.11.2018, 15:12 Uhr
Landtag: Gesetzesänderung: Land stärkt Ausbildung in der Altenpflege
Foto: Christoph Schmidt

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalen wird die Schulkostenpauschale im Mangelberuf Altenpflege erhöhen. Eine entsprechende Gesetzesänderung hat der Düsseldorfer Landtag am Donnerstag einstimmig beschlossen. Im nächsten Jahr soll sich das Land mit insgesamt 85,5 Millionen Euro an den Ausbildungskosten für Altenpfleger beteiligen - fast 36 Prozent mehr als bisher. Die Schulkostenpauschale wird im Landeshaushalt 2019 um 100 Euro auf 380 pro Kopf und Monat erhöht.

2017 wurden nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums fast 19 000 Altenpfleger vom Land gefördert. Mit der Pauschale werden die Schulen finanziert. Die Ausbildungsvergütung wird in NRW seit 2012 im Umlageverfahren durch einen Ausbildungsfonds finanziert, in den alle Pflegeeinrichtungen des Landes je nach Größe einzahlen müssen. Seit es den Topf gibt haben sich die Azubi-Zahlen nach Zahlen des Ministeriums beinahe verdoppelt.

Derzeit sind in NRW rund 640 000 Menschen pflegebedürftig. Dank der steigenden Lebenserwartung wird bis 2060 ein Anstieg auf 920 000 prognostiziert. Damit wachse auch der Bedarf an Fachkräften, so der parteiübergreifende Konsens. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) betonte: «Alleine über die Ausbildungsfrage sind die Probleme nicht zu lösen, aber ohne sie erst recht nicht.»

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