Prozesse
Urteil im Prozess um Bonner Prostituierten-Mord erwartet

Ein 59-Jähriger soll eine Prostituierte in einem Bonner Eroscenter getötet haben, um an ihre Ersparnisse zu kommen. Der Fall wurde bereits zweimal entschieden - und die Urteile wieder aufgehoben.

Freitag, 07.12.2018, 03:29 Uhr aktualisiert: 07.12.2018, 03:42 Uhr
Die Statue Justitia hält eine Waage in ihrer Hand.
Die Statue Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: Peter Steffen

Köln (dpa/lnw) - Im neu aufgerollten Fall um einen Mord und Raub an einer Prostituierten in Bonn wird heute das Urteil erwartet. Angeklagt sind in dem Verfahren am Landgericht Köln ein 59 Jahre alter Mann und eine 43 Jahre alte Frau. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, das Opfer im Juni 2009 in einem Bonner Eroscenter an den Händen gefesselt und mit einer Plastiktüte und einem Vorhang erstickt zu haben.

Die Tat soll er gemeinsam mit einer Kollegin des Opfers geplant haben. Ziel des Deutschen und der Dominikanerin sei es gewesen, an Ersparnisse der Frau in Höhe von rund 40 000 Euro zu kommen. Die Staatsanwaltschaft hat eine lebenslange Freiheitsstrafe für den Angeklagten und zweieinhalb Jahre Gefängnis für die 43-Jährige gefordert. Die Verteidigung plädierte jeweils auf Freispruch.

Der Fall wird zum dritten Mal verhandelt. Urteile des Bonner Landgerichts aus den Jahren 2010 und 2012 waren vom Bundesgerichtshof wegen Fehlern in der Beweiswürdigung aufgehoben und schließlich zur Neuverhandlung nach Köln verwiesen worden. Der Mann war nach beiden Prozessen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden, die Mitangeklagte zu drei beziehungsweise zwei Jahren und neun Monaten.

Nachrichten-Ticker