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Merz und Spahn wollen CDU-Chef werden: Parteitag

Wer tritt die Nachfolge von Angela Merkel an der CDU-Spitze an? Aus NRW wollen sich am Freitag Ex-Unionsfraktionschef Merz und Gesundheitsminister Spahn zum Parteichef wählen lassen. Der eine geht als Favorit ins Rennen, der andere als Außenseiter.

Freitag, 07.12.2018, 06:07 Uhr aktualisiert: 07.12.2018, 06:22 Uhr
Parteien: Merz und Spahn wollen CDU-Chef werden: Parteitag
Foto: Sven Hoppe

Hamburg/Düsseldorf (dpa/lnw) - Nach wochenlangem Wahlkampf in der CDU entscheidet sich am Freitag, ob der neue Parteivorsitzende aus Nordrhein-Westfalen kommt. Der ehemalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz sowie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn treten auf einem Bundesparteitag in Hamburg gegen Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer an und bewerben sich damit um die Nachfolge von Angela Merkel. Spahn ist vom Kreisverband im münsterländischen Borken nominiert worden, Merz hat die Rückendeckung seines Heimatverbandes im Sauerland.

Bei der mit Spannung erwarteten Abstimmung zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Kramp-Karrenbauer und Merz ab. Spahn galt zuletzt als abgeschlagen. Kanzlerin Merkel gibt den Vorsitz nach mehr als 18 Jahren ab.

CDU-Bundesgeschäftsführer Klaus Schüler erläuterte nach Sitzungen der Parteispitzen am Donnerstagabend, bisher gebe es drei Kandidaten. Das könne sich aber noch ändern, wenn auf dem Parteitag weitere Kandidaten vorgeschlagen würden.

Insgesamt 1001 Delegierte dürfen wählen. Die Wahl ist laut Statut geheim und erfolgt durch Stimmzettel. Gewonnen hat, wer die absolute Mehrheit der gültigen abgegebenen Stimmen erhält. Falls im ersten Wahlgang kein Kandidat eine absolute Mehrheit bekommt, entscheidet in einem zweiten Wahlgang eine Stichwahl zwischen den beiden höchstplatzierten Kandidaten. Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen zählen für die Ermittlung der Mehrheit nicht mit.

Schüler ließ erkennen, dass die Wahl der gesamten Parteispitze schon am Freitag, dem ersten Tag des Kongresses, abgeschlossen werden könnte. Es werden mehr als 1600 akkreditierte Journalisten aus aller Welt erwartet. Der Parteitag soll nach dem Willen des Bundesvorstandes zum umstrittenen UN-Migrationspakt einen Beschluss fassen.

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