Gesellschaft
Friedenslicht aus Bethlehem wird zum 20. Mal in NRW verteilt

Köln/Münster (dpa/lnw) - Das Friedenslicht aus Bethlehem hat am Sonntagmittag Nordrhein-Westfalen erreicht. Wohlbehalten habe die kleine Flamme die Reise bis nach Köln und zu zahlreichen weiteren Bahnhöfen im Land überstanden, sagte ein Sprecher der Pfadfinder-Verbände, die die Aktion zum 20. Mal in Nordrhein-Westfalen organisieren.

Sonntag, 16.12.2018, 14:06 Uhr aktualisiert: 16.12.2018, 14:12 Uhr
Die Flamme des Friedenslichtes aus Betlehem wird von Kerze zu Kerze weitergegeben.
Die Flamme des Friedenslichtes aus Betlehem wird von Kerze zu Kerze weitergegeben. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Rund 15 000 Pfadfinder helfen nun mit, damit das Friedenslicht bis zum Heiligen Abend möglichst viele Kirchen, soziale Einrichtungen und Haushalte erreicht. Am dritten Advent waren dazu in allen Bistümern Aussendungsgottesdienste geplant. Allein zur größten Veranstaltung am späteren Nachmittag im Paulus-Dom in Münster wurden 1800 Pfadfinder erwartet, die das Licht in Laternen weiter in ihre Gemeinden tragen.

Initiator der Friedensaktion ist der Österreichische Rundfunk (ORF), der jedes Jahr ein Kind in die Geburtsgrotte nach Bethlehem in das besetzte Westjordanland schickt, um das Friedenslicht zu entzünden. Von dort aus reist die kleine Flamme dann in einer explosionssicheren Lampe per Flugzeug zunächst nach Österreich und wird von den Pfadfindern in 20 europäische Länder verteilt.

Eine 25-köpfige Delegation aus Nordrhein-Westfalen erreichte am Mittag mit dem Zug den Kölner Hauptbahnhof. Von dort ging es weiter per Bus und Bahn in die einzelnen Bistümer und Gemeinden. Am Dienstag wird das Licht auch in den Landtag und die Staatskanzlei gebracht.

In einem Grußwort würdigte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) die Aktion. Das Licht mache deutlich, dass der Wunsch nach Frieden die Menschen über Grenzen und Kulturen hinweg verbinde und jeder seinen Beitrag für eine friedlichere Welt leisten könne. In diesem Jahr steht die Weitergabe unter dem Motto «Frieden braucht Vielfalt - zusammen für eine tolerante Gesellschaft».

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