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Verwaltungsgericht verhandelt über Abschiebung von Sami A.

Gelsenkirchen (dpa/lnw) - Vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat am Mittwoch die mündliche Verhandlung über die Abschiebung des mutmaßlichen islamistischen Gefährders Sami A. nach Tunesien begonnen. Nachdem das Gericht im November ein von ihm zuvor im Eilverfahren verhängtes Abschiebungsverbot aufgehoben hatte, will die zuständige Kammer nun abschließend über den Fall entscheiden.

Mittwoch, 16.01.2019, 11:47 Uhr aktualisiert: 16.01.2019, 12:02 Uhr
Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen.
Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Foto: Marcel Kusch

Sami A. war am 13. Juli nach Tunesien geflogen worden. Am Tag zuvor hatte das Gelsenkirchener Verwaltungsgericht die Abschiebung noch untersagt, weil es eine Foltergefahr für den Tunesier sah. Der Beschluss wurde den zuständigen Behörden allerdings erst zugestellt, als Sami A. bereits im Flugzeug nach Tunis saß. Nachdem Tunesien zugesichert hatte, dass Sami A. keine Folter oder unmenschliche Behandlung drohe, hoben die Richter das Abschiebungsverbot auf.

In der mündlichen Verhandlung wollen die Anwältinnen von Sami A. erreichen, dass das Abschiebungsverbot wieder in Kraft gesetzt wird.

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