Kriminalität
Sicherungsverwahrung für Serienstraftäter «Brummi-Andi»?

Schon als Jugendlicher machte «Brummi-Andi» Spritztouren mit dem Lastwagen. Beim Prozess in Aachen werden ihm 72 Straftaten vorgeworfen. Ist er so gefährlich, dass ihm Sicherungsverwahrung droht?

Freitag, 18.01.2019, 02:00 Uhr aktualisiert: 18.01.2019, 02:12 Uhr
Das Justizzentrum mit dem Landgericht in Aachen.
Das Justizzentrum mit dem Landgericht in Aachen. Foto: Oliver Berg

Aachen (dpa/lnw) - Im Prozess gegen einen 33-jährigen Serienstraftäter, der bundesweit als «Brummi-Andi» bekanntgeworden war, wird heute das psychiatrische Gutachten erwartet. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm 72 Straftaten vor, unter anderem Zwangsprostitution, Zuhälterei und zahlreiche Verkehrsdelikte. Nachdem der Angeklagte über Jahre wegen Straftaten immer wieder im Gefängnis war, steht in dem aktuellen Prozess die Sicherungsverwahrung im Raum.

Die Voraussetzungen wären dann gegeben, wenn der psychiatrische Gutachter einen Hang zu erheblichen und gefährlichen Straftaten feststellt, durch die weitere Opfer geschädigt würden. Der Angeklagte hatte schon als Jugendlicher Spritztouren mit dem Lastwagen seines Vaters unternommen und dabei im Alter von 14 Jahren einen niederländischen Polizisten totgefahren. Danach war er nach Straftaten immer wieder rechtskräftig verurteilt worden.

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