Bundespräsident
Steinmeier lobt politische Bildung

Krefeld (dpa) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Arbeit der Bundes- und der Landeszentralen für politische Bildung gewürdigt. Um parteiübergreifend neues Vertrauen in die repräsentative Demokratie zu stiften, «brauchen wir das große Netzwerk der Bundes- und Landeszentralen mehr denn je», sagte er am Samstag in Krefeld, wo er eine sogenannte Demokratiewerkstatt besuchte.

Samstag, 02.02.2019, 17:20 Uhr aktualisiert: 02.02.2019, 17:33 Uhr
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht in der Krefelder Demokratiewerkstatt.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht in der Krefelder Demokratiewerkstatt. Foto: Marcel Kusch

Steinmeier hatte anlässlich der Verkündung des Grundgesetzes vor 70 Jahren den Wettbewerb «Demokratie ganz nah – Ideen für ein gelebtes Grundgesetz» ausgeschrieben. Die Demokratiewerkstatt ist ein Projekt der NRW-Landeszentrale.

«Politische Bildung muss sich auf den Weg machen, muss hingehen zu den Menschen, ganz gezielt auch zu denen, die bisher von solchen Angeboten nicht erreicht werden oder nicht erreicht werden wollen», sagte Steinmeier laut Redemanuskript. Viele Menschen glaubten nicht daran, dass die Politik ihre Probleme wahrnehmen wolle. «Für die Demokratie fehlen sie alle.» Deshalb gebe es für politische Bildung «ein riesiges Arbeitsfeld».

Der Bundespräsident wird in den kommenden Wochen weitere Demokratieprojekte besuchen. In Krefeld besichtigte er auch die Bauhaus-Villen Haus Esters und Haus Lange. Bauhaus-Direktor Ludwig Mies van der Rohe hatte die Villen entworfen.

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