Schulen
Experten bei Forderung nach gleichem Lohn für Lehrer uneins

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Forderung nach gleichem Lohn für verbeamtete Lehrer von der Grundschule bis zum Gymnasium sorgt für Streit unter Bildungsfachleuten und Juristen. Einige Rechtsexperten bewerten die schlechtere Bezahlung von Grund-, Haupt- und Realschullehrern gegenüber Gymnasiallehrern als Verstoß gegen die Verfassung. Andere Experten sehen die Landesregierung verfassungsrechtlich dagegen nicht zur Angleichung der Lehrergehälter verpflichtet. Das geht aus Stellungnahmen für eine am Dienstag anstehende Anhörung zur Lehrerbesoldung im Haushaltsausschuss des Landtags hervor.

Sonntag, 03.02.2019, 09:53 Uhr aktualisiert: 03.02.2019, 10:02 Uhr
Ein Schüler meldet sich im Unterricht.
Ein Schüler meldet sich im Unterricht. Foto: Armin Weigel

Auslöser ist ein Gesetzentwurf der SPD-Opposition, der ein höheres Gehalt für Lehrer jeder Schulform in der Besoldungsstufe A13 vorsieht. Bisher werden Lehrer etwa an Grundschulen nach A12 bezahlt - das sind rund 500 Euro brutto im Monat weniger als bei Stufe A13, die für gymnasiale Oberstufenlehrer gilt. Seit 2009 ist die Ausbildung für angehende Lehrer aller Schulformen gleich lang.

Der Grundschulverband beklagt eine Benachteiligung der Grundschullehrer, weil sie die meisten Stunden pro Woche geben müssten, aber am schlechtesten bezahlt würden. Das sei auch der Grund für den Lehrermangel an Grundschulen. Die jährlichen Zusatzkosten einer Angleichung der Lehrerbezahlung werden auf rund 436 Millionen Euro beziffert. Der Bund der Steuerzahler NRW warnt vor den Belastungen künftiger Haushalte.

Nachrichten-Ticker