Prozesse
Tödliche Schüsse im Café: Angeklagter spricht von Versehen

Eine Café-Betreiberin wird in Duisburg erschossen. Lange Zeit haben die Ermittler keine Spur. Dann wird ein Mann aus Berlin festgenommen. Vor Gericht spricht er von einer Art Unfall.

Montag, 04.02.2019, 13:40 Uhr aktualisiert: 04.02.2019, 13:52 Uhr
Eine goldfarbene Justitia-Figur vor Aktenbergen.
Eine goldfarbene Justitia-Figur vor Aktenbergen. Foto: Britta Pedersen

Duisburg (dpa/lnw) - Im Prozess um die Erschießung einer Duisburger Café-Betreiberin vor fast zwei Jahre hat der Angeklagte von einem Versehen gesprochen. Er habe mit der Frau gerangelt, weil sie ihn aus dem Café werfen wollte, sagte der ehemalige Geschäftsmann aus Berlin zum Prozessauftakt vor dem Duisburger Schwurgericht am Montag. Beide Schüsse hätten sich aus Versehen gelöst. An den genauen Ablauf könne er sich aber nicht erinnern, da er alkoholisiert gewesen sei. Laut Anklage hat der 30-Jährige am 3. Mai 2017 zweimal auf sein Opfer geschossen. Er muss sich wegen Mordes vor Gericht verantworten. Die Schüsse trafen den Kopf und die Lunge der 46-jährigen Frau.

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