Polizei
NRW bekommt Polizei-Einheit für Einsatz bei Ausschreitungen

Bochum (dpa/lnw) - In Nordrhein-Westfalen hat eine neue Polizei-Einheit für Großeinsätze etwa bei Demonstrationen oder Fußballrandale ihren Dienst angetreten. Die 46 Bereitschaftspolizisten bilden die erste von sechs geplanten sogenannten Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten (BFEs) des Landes, wie das Innenministerium am Montag mitteilte. Sie sollen zum Beispiel bei gewalttätigen Demonstrationen oder Ausschreitungen am Rande von Fußballspielen zum Einsatz kommen.

Montag, 04.02.2019, 14:57 Uhr aktualisiert: 04.02.2019, 15:02 Uhr
Innenminister Herbert Reul (CDU) steht zwischen Einsatzkräften einer neuen Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit.
Innenminister Herbert Reul (CDU) steht zwischen Einsatzkräften einer neuen Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit. Foto: Ina Fassbender

Die Beamten tragen eine besondere Schutzausrüstung und sollen in brenzligen Situationen gerichtsfeste Beweise sichern. Außerdem sollen sie mit speziellen Zugriffstechniken Straftäter aus der Masse herausholen. Weitere fünf Einheiten sollen bis zum Jahr 2021 an den Standorten Bochum, Wuppertal und Köln eingerichtet werden.

Laut Innenministerium war Nordrhein-Westfalen bislang das letzte Bundesland, das nicht über eine vergleichbare Formation verfügte. Innenminister Herbert Reul sprach daher beim Dienstantritt der neuen Einheit am Montag in Bochum von einem «Meilenstein in der Geschichte der Landespolizei».

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