Kriminalität
Straftäter täuscht Notfall vor: Kurze Flucht

Werl/Wickede (dpa/lnw) - Mit einem uralten Trick ist einem psychisch kranken Straftäter am Montag an einer Autobahnraststätte bei Werl die Flucht gelungen: Er täuschte eine Herz- oder Kreislaufattacke vor, überraschte dann seine Bewacher und entkam. Mit Hubschraubern, Hunden und zahlreichen Einsatzkräften konnte die Polizei den Mann jedoch kurze Zeit später aufspüren, wie die Ermittler mitteilten. Schon nach eineinhalb Stunden sei er im nächstgelegenen Ort festgenommen worden.

Montag, 04.02.2019, 16:06 Uhr aktualisiert: 04.02.2019, 16:12 Uhr

Der 25-jährige Patient im Maßregelvollzug war nach Angaben des Klinikbetreibers Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in einem Patiententransport mit Sicherheitspersonal von einer Klinik in Dortmund Richtung Lippstadt unterwegs, weil er verlegt werden sollte. Unterwegs habe er einen «internistischen Notfall» vorgetäuscht, so dass entschieden worden sei, an der A44-Raststätte «Am Haarstrang» zu halten. Wie genau dem Mann die Flucht gelang, sei nun Gegenstand weiterer Ermittlungen, sagte ein LWL-Sprecher. Bei dem Entflohenen habe es sich weder um einen Gewalt- noch einen Sexualstraftäter gehandelt. «Nach unserer Einschätzung war er für andere keine Gefahr», so der Sprecher weiter.

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