Gesundheit
Bislang deutlich weniger Grippe-Kranke als in voriger Saison

Dicker Kopf, verstopfte Nase: Das wechselhafte Winterwetter schlägt vielen in NRW auf die Gesundheit. Die Grippe allerdings ist in diesem Jahr kein sonderlich großes Problem.

Samstag, 09.02.2019, 11:53 Uhr aktualisiert: 09.02.2019, 12:02 Uhr
Eine Frau putzt sich die Nase.
Eine Frau putzt sich die Nase. Foto: Maurizio Gambarini

Bochum (dpa/lnw) - Die Nase läuft, im Büro und Freundeskreis sind viele krank - doch die echte Grippe hat in diesem Winter in NRW bislang nur wenige erwischt. Bis Anfang Februar wurden mit 1746 nur knapp halb so viele Influenza-Fälle gemeldet wie in den beiden letzten Wintern um diese Zeit. «Damit verläuft die Grippesaison weiter moderat», sagte eine Sprecherin des Landeszentrums für Gesundheit in Bochum. Die große Mehrzahl der Erkrankten ist den Daten zufolge nicht geimpft.

«Wir können allerdings keine Vorhersage über den weiteren Verlauf der Grippesaison treffen», sagte die Sprecherin. Erfahrungsgemäß stehe der Höhepunkt der Erkrankungswelle noch bevor. Auch Ereignisse wie der rheinische Straßenkarneval mit vielen Menschen und viel Körperkontakt könnten die Zahlen sprunghaft ansteigen lassen.

Grippeerkrankte werden aus dem gesamten Land gemeldet. Einen Schwerpunkt gibt es derzeit im Kreis Coesfeld: Dort kommen seit Saisonstart im Herbst fast 30 Influenza-Fälle auf 100 000 Einwohner. Landesweit liegt der Schnitt zur Zeit bei 9,75 pro 100 000 Einwohner.

Letztes Jahr um diese Jahreszeit hatte das Landeszentrum für Gesundheit bereits 3348 Fälle gezählt. Weil nur laborbestätigte Fälle gemeldet werden müssen, liegt die Dunkelziffer vermutlich höher. Die Angaben gelten aber als guter Gradmesser für die Entwicklung der Grippesaison.

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