Polizei
Beschwerde-Bericht fragt auch nach äußerer Erscheinung

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) will genauer wissen, was Bürgern an der Polizei nicht passt. Im landesweiten jährlichen Beschwerde-Bericht der Polizei wird jetzt auch ausgewiesen, ob Bürger etwa das äußere Erscheinungsbild, «außerdienstliches Verhalten» von Polizisten oder gar Untätigkeit kritisiert haben. Das kündigte Reul in einem Bericht an den Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags an. Das Gremium befasst sich am Donnerstag mit dem Thema. Neu eingeführt werde aber auch die Kategorie «Lob und Dank».

Dienstag, 12.02.2019, 14:10 Uhr aktualisiert: 12.02.2019, 14:22 Uhr
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul.
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul. Foto: Henning Kaiser

2017 waren - bei insgesamt fast fünf Millionen Polizeieinsätzen - 4216 Bürger-Beschwerden eingegangen. Allerdings hätten sich nur sieben Prozent als begründet erwiesen, erklärte Reul. 37 Prozent der Fälle hätten in einem persönlichen Gespräch zwischen Polizisten und Beschwerdeführern erledigt werden können.

Seit Beginn der Berichte, 2013, sei das Beschwerdeaufkommen um sechs Prozent gestiegen. Ein Spitzenwert gab es 2016 mit 4439 Beschwerden - bei über 5,2 Millionen Polizeieinsätzen. Zahlen für 2018 liegen noch nicht vor.

Das Vertrauen der Bürger in die Polizei sei ein unerlässliches Gut, betonte Reul. «Aus diesem Grund ist ein bürgerorientiertes, rechtsstaatliches und professionelles Verhalten der mehr als 50 000 Beschäftigten der Polizei Nordrhein-Westfalens von höchster Bedeutung.» Jede begründete Beschwerde sei wichtig für die Qualitätsstandards.

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