Tarife
NRW-Gewerkschaften zu Tarifabschluss: Noch Luft nach oben

Düsseldorf/Potsdam (dpa/lnw) - Die Tarifeinigung für die rund eine Million Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder haben Gewerkschaften in NRW verhalten positiv aufgenommen. Die Lohnerhöhung in diesem und den beiden kommenden Jahren von acht Prozent sei zu begrüßen, für Lehrkräfte gebe es aber «noch Luft nach oben», meinte die Vizevorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) in NRW, Jutta Endrusch, in Dortmund. Der Lehrerberuf werde mit dem Lohn-Plus attraktiver, nun müsse das Ergebnis auch auf die beamteten Lehrkräfte übertragen werden, forderte der Verband lehrer nrw. Laut Gewerkschaft der Polizei in NRW ist der «längst überfällige große Befreiungsschlag» nicht gelungen.

Sonntag, 03.03.2019, 14:54 Uhr aktualisiert: 03.03.2019, 15:02 Uhr

Arbeitgeber und Gewerkschaften hatten sich in Potsdam am späten Samstagabend geeinigt. Demnach steigen die Gehälter in diesem Jahr - rückwirkend zum 1. Januar - in einem Gesamtvolumen von 3,2 Prozent, mindestens aber um 100 Euro. 2020 ist eine Erhöhung um weitere 3,2 Prozent vereinbart, mindestens aber 90 Euro. Und zum 1. Januar 2021 gibt es nochmals 1,4 Prozent oder mindestens 50 Euro mehr. Pflegekräfte erhalten darüber hinaus 120 Euro monatlich. Und Auszubildende bekommen zum 1. Januar 2019 und 2020 jeweils 50 Euro mehr.

Auch untere Einkommensgruppen werden nun laut GdP in NRW fairer bezahlt. Trotz einiger Enttäuschungen und Wermutstropfen sei der Abschluss ein erster Schritt, um den öffentlichen Dienst wieder attraktiver zu machen, kommentierte der Landesvorsitzende Michael Mertens am Sonntag in Düsseldorf. Der NRW-Landtag solle den Abschluss zeitnah auch für die Beamten übernehmen.

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