Bildung
Junge Leute gehen zum Lernen in Bibliotheken

Nur ausleihen war gestern: In nordrhein-westfälischen Bibliotheken wird zunehmend auch gelernt. Dass es auch «Action» gibt, wollen die Einrichtungen in der Nacht der Bibliotheken beweisen.

Montag, 04.03.2019, 06:57 Uhr aktualisiert: 04.03.2019, 07:02 Uhr
Zwei Besucherinnen der Zentralbibliothek sitzen an einem Tisch und sind vertieft in ihre Unterlagen.
Zwei Besucherinnen der Zentralbibliothek sitzen an einem Tisch und sind vertieft in ihre Unterlagen. Foto: Raphael Knipping

Düsseldorf (dpa/lnw) - Immer mehr Schüler und Studenten in Nordrhein-Westfalen gehen zum Lernen in die Bibliothek. Die Einrichtungen werden nach Beobachtung des Landesverbands zunehmend als Lernort genutzt - auch von Gruppen fürs gemeinsame Lernen. «Seitdem die Bibliotheken dieses Angebot machen: Kommt zu uns und nutzt uns als Lernort, wird das auch genutzt», sagte Verbandssprecherin Susanne Larisch vor der Nacht der Bibliotheken an diesem Freitag. Diese Tendenz nehme zu.

Die Bibliotheken sorgten für eine entsprechende Infrastruktur mit ausreichend Steckdosen, W-Lan und nach Möglichkeit auch mit Arbeitsbereichen für kleinere Gruppen. «Aufgrund der Internetnutzung zuhause gehen die Ausleihzahlen leicht zurück. Was steigt, ist die Verweildauer», sagte Larisch. Sachbücher wie etwa Bastelbücher liefen mittlerweile ganz schlecht, weil die Informationen im Internet zu bekommen seien.

Bei der Nacht der Bibliotheken unter dem Motto «Mach es!» wollen landesweit rund 200 Bibliotheken den Besuchern bis tief in die Nacht Möglichkeiten bieten, selbst aktiv zu werden. Dabei gibt es Angebote rund ums Gaming, Programmieren oder 3D-Drucken. Die «Nacht der Bibliotheken» findet seit 2005 alle zwei Jahre statt. 2017 gab es landesweit rund 270 öffentliche Bibliotheken.

Nachrichten-Ticker