Prozesse
Falschgeld im Nennwert von 900 000 Euro: Angeklagter gesteht

Das Falschgeld soll im Jahr 2015 aus Neapel nach Dortmund gelangt sein. Vor Gericht gesteht ein 39-Jähriger sein Mitwirken an den illegalen Geschäften. Es geht um fast eine Million Euro in Blüten.

Dienstag, 05.03.2019, 16:37 Uhr aktualisiert: 05.03.2019, 16:52 Uhr
Gefälschte Euro-Geldscheine werden in einem Raum der Bundesbank-Zentrale präsentiert.
Gefälschte Euro-Geldscheine werden in einem Raum der Bundesbank-Zentrale präsentiert. Foto: Boris Roessler

Dortmund (dpa/lnw) - Ein 39-jähriger Mann aus Hemer hat vor dem Dortmunder Landgericht Geschäfte mit Falschgeld im Nennwert von fast 900 000 Euro gestanden. Zu Prozessbeginn am Dienstag räumte der Italiener ein, die falschen Zwanziger und Fünfziger im Jahr 2015 aus Neapel nach Dortmund und Schwerte gebracht zu haben. Die Besteller des Falschgeldes seien unter anderem ein Lebensmittelhändler und ein Gastronom gewesen.

Die Qualität der Blüten ließ allerdings offensichtlich zumindest zu Beginn der Geschäftsbeziehungen zu wünschen übrig. Stellenweise sollen sich die Auftraggeber geweigert haben, alle Scheine abzunehmen, weil sie fürchteten, diese niemals verwenden zu können. Aus diesem Grund soll das Falschgeld teilweise wochenlang im Weinkeller des Lebensmittelhändlers gelagert worden sein.

Der Angeklagte war im November 2015 festgenommen worden und hatte schon in seinen ersten Vernehmungen bei der Polizei sein Mitwirken an den Geschäften eingeräumt. Andere Beteiligte an den Falschgeld-Deals sind bereits in gesonderten Prozessen zu Haftstrafen verurteilt worden. Für den Prozess gegen den jetzt angeklagten 39-Jährigen hat das Gericht nur noch einen weiteren Verhandlungstag Mitte März angesetzt.

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