Kriminalität
Urteil fällt im Prozess um vergiftete Pausenbrote

Das Motiv des Angeklagten bleibt rätselhaft, dennoch wird das Gericht jetzt ein Urteil verkünden. Der Prozess um vergiftete Pausenbrote in Bielefeld geht zu Ende.

Donnerstag, 07.03.2019, 02:49 Uhr aktualisiert: 07.03.2019, 03:02 Uhr
Ein Vollkornbrot mit Salat liegt in einer Brotdose.
Ein Vollkornbrot mit Salat liegt in einer Brotdose. Foto: Ole Spata

Bielefeld (dpa/lnw) - Im Prozess um vergiftete Pausenbrote in einem Betrieb in Ostwestfalen fällt das Landgericht Bielefeld heute das Urteil. Angeklagt wegen versuchten Mordes ist ein 57-jähriger Deutscher. Er soll über Jahre hinweg mehrere seiner Arbeitskollegen in Schloß Holte-Stukenbrock mit gefährlichen Substanzen auf deren Pausenbroten und in Getränken vergiftet haben. Zwei von ihnen wurden nierenkrank und müssen mit erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen leben. Ein drittes Opfer liegt mit einem irreparablen Hirnschaden im Wachkoma und wird von seinen Eltern gepflegt. Der Angeklagte hat sich in dem Prozess nicht zu den Vorwürfen geäußert und schweigt auch zu seinem Motiv.

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