Gesundheit
Imagekorrektur für Altenpflege gefordert

Düsseldorf (dpa/lnw) - Angesichts der eklatanten Personalnot im Altenpflegebereich wollen Verbände und Politik das Image des Pflegeberufs korrigieren. «Wir brauchen eine Imageverbesserung der Altenpflege», sagte der Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands NRW, Christian Woltering, der Deutschen Presse-Agentur. Der Job gelte immer noch als schlecht bezahlt mit schlechten Arbeitsbedingungen. «Krankenpfleger werden immer noch deutlich besser bezahlt als Altenpfleger», sagt Woltering. «Auch unter Karrieregesichtspunkten muss die Altenpflege attraktiver werden.»

Freitag, 08.03.2019, 06:48 Uhr aktualisiert: 08.03.2019, 07:02 Uhr
Eine Pflegefachkraft hilft einem älteren Mann beim Gehen.
Eine Pflegefachkraft hilft einem älteren Mann beim Gehen. Foto: Marcel Kusch

Die Einstiegsgehälter in der Pflege beginnen für Fachkräfte laut Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bei etwa 2600 Euro. Das Gehalt kann bis etwa 3500 Euro steigen. Der Verdienst sei nicht der einzige Bereich, in dem Verbesserungen notwendig seien, heißt es im Landesgesundheitsministerium. «Auch die Arbeitszufriedenheit muss gestärkt werden.» Dazu gehörten verlässliche Dienstpläne und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Laut Pflegestatistik lag die Zahl der Pflegebedürftigen in NRW Ende 2017 bei fast 770 000. Im Jahr 2015 waren es noch rund 638 000. Allerdings wurde Anfang 2017 der Pflegebedürftigkeitsbegriff erweitert, um auch den Pflegebedarf von Demenzkranken abzudecken.

Das Landesamt für Statistik (IT.NRW) will am Freitag die jüngsten Erhebungen zur Zahl der Beschäftigten in NRW-Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten veröffentlichen.

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