Kriminalität
Keine Hinweise auf Tresor mit Botschaften von totem Vater

Mit einem Tresor haben Einbrecher in Neuss auch einmalige Erinnerungen an einen toten Familienvater gestohlen. Die Witwe hofft nun auf ein kleines Wunder. Bislang vergeblich.

Freitag, 15.03.2019, 16:25 Uhr aktualisiert: 15.03.2019, 16:32 Uhr
Der Schatten eines Mannes ist einer gläsernen Wohnungstür in zu sehen.
Der Schatten eines Mannes ist einer gläsernen Wohnungstür in zu sehen. Foto: Nicolas Armer

Neuss (dpa/lnw) - Die gestohlenen Botschaften eines an Krebs gestorbenen Familienvaters an seine Kinder sind bislang nicht wieder aufgetaucht. Das sagte eine Polizeisprecherin Neuss am Freitag auf Anfrage. Einbrecher hatten dort einen Tresor gestohlen, in dem die Erinnerungen aufbewahrt wurden. «Darin waren ungelesene Briefe meines Mannes an meine Kinder, die sie zu ihrem 18. Geburtstag erhalten sollten», hatte die Witwe berichtet.

Ihr Mann habe, als er wusste, dass er an Krebs sterben wird, als Andenken auch ein Buch («Papa, erzähl mal») über sich und sein Leben für seine kleinen Kinder geschrieben. Dies sei ebenfalls im Tresor gewesen und verschwunden.

Die Kinder, inzwischen sieben und zehn Jahre alt, hätten ihren 2017 gestorbenen Vater kaum gesund erlebt. «Diese ganzen Andenken sind unwiederbringlich verloren, wenn sie nicht jemand findet oder zurückgibt», hatte die 37-Jährige gesagt. Der Einbruch hatte sich vor einer Woche ereignet, als die 37-Jährige für zwei Stunden das Haus verlassen hatte.

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