Prozesse
Entscheidung im Verfahren gegen Bonnie Strange erwartet

Eine Shoppingtour endet für die Influencerin Bonnie Strange mit einem Ladenrausschmiss. Vor der Tür beschimpft sie den Verkäufer. Der kontert mit einer Klage auf Schmerzensgeld. Jetzt steht die Entscheidung des Gerichts an.

Mittwoch, 17.04.2019, 02:14 Uhr aktualisiert: 17.04.2019, 02:22 Uhr
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand.
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener

Düsseldorf (dpa/lnw) - Im Verfahren gegen Model und Influencerin Bonnie Strange will das Landgericht heute eine Entscheidung verkünden. Der Verkäufer einer Modekette hatte die 32-Jährige wegen Beleidigung auf Schmerzensgeld verklagt. Sein Anwalt fordert mindestens 20 000 Euro. Im Dezember 2017 soll Bonnie Strange, alias Jana W., nach eigener Darstellung mit einer Freundin in Berlin shoppen gewesen sein. In einem Modegeschäft habe sie mehrere Kleidungsstücke, an denen sie interessiert war, auf den Boden gelegt. Der Verkäufer habe sie aufgefordert, die Sachen aufzuheben. Strange soll zu ihrer Freundin «Boah, so ein Arsch» gesagt haben. Der Verkäufer ließ das Model daraufhin per Sicherheitsdienst aus dem Laden entfernen, wo der Streit weiter eskalierte. Unter anderem soll die 32-Jährige die Szene via Snapchat veröffentlicht haben.

Im Februar hatte sich Strange für den Vorfall entschuldigt. Zuvor hatte sie eine Unterlassungserklärung abgegeben und sich verpflichtet die getätigten Aussagen nicht mehr zu wiederholen. Ihr Anwalt Burkhard Benecken sagte im Februar, seine Mandantin sehe ein, dass sie einen großen Fehler gemacht und emotional überreagiert habe.

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