Wohnen
Gezielt gesucht: Land für Wohnungsbau mit Anschluss an Bahn

Düsseldorf (dpa/lnw) - Mit einem strukturierten Suchverfahren will das Land bislang ungenutzte Flächen für den Wohnungsbau in der Nähe von Bahnhaltestellen ausfindig machen. Im Rahmen der Initiative «Bauland an der Schiene» seien bislang 2525 Hektar mögliche Flächen im Umkreis von 95 Haltestellen festgestellt worden, berichtete das Bauministerium am Donnerstag in Düsseldorf. Vor einem halben Jahr seien 254 Städte und Gemeinden eingeladen worden, um über Flächenpotenziale zu sprechen. 73 Städte hätten sich bislang gemeldet. 47 Baulandgespräche hätten stattgefunden und weitere seien geplant.

Donnerstag, 25.04.2019, 16:07 Uhr aktualisiert: 25.04.2019, 16:12 Uhr
Ina Scharrenbach (l., CDU) und Thomas Lennertz bei der Vorstellung des Zwischenberichts zu «Bauland an der Schiene».
Ina Scharrenbach (l., CDU) und Thomas Lennertz bei der Vorstellung des Zwischenberichts zu «Bauland an der Schiene». Foto: Roland Weihrauch

Nach Angaben des Ministeriums lag der Schwerpunkt bisher in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln, wo es eine besonders große Nachfrage nach Wohnungen gibt. Seit Ende Februar finden Gespräche mit allen Regierungsbezirken sowie dem Regionalverband Ruhr statt. «Der Mangel an tatsächlich verfügbarem Bauland ist die größte Herausforderung beim Thema Wohnungsbau», sagte Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU). Jetzt liege es an den Beteiligten, die Flächen bereitzustellen.

Durchgeführt wird das Verfahren von der Entwicklungsgesellschaft für Bahnflächen (BEG NRW), einem Gemeinschaftsunternehmen des Landes NRW und der Bahn. Dabei können Städte zunächst die örtlichen Entwicklungsmöglichkeiten besprechen. Es geht um Flächen, die im Umland von Ballungsräumen im Umkreis von drei Kilometern von Bahnhöfen liegen. An geeigneten Standorten können zudem die städtebaulichen Planungen vom Land mitfinanziert werden. Dafür seien bereits Rahmenverträge mit Planern geschlossen worden, sagte BEG-Geschäftsführer Thomas Lennertz.

Nachrichten-Ticker