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Gericht: Behörde durfte Auto-Kennzeichen «HH 1933» einziehen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Das Auto-Kennzeichen mit der Kombination «HH 1933» erinnert an die NS-Herrschaft und darf von den Behörden eingezogen werden. Das hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf entschieden und am Donnerstag mitgeteilt. Das Kennzeichen sei sittenwidrig (Az.: 6 L 175/19).

Donnerstag, 02.05.2019, 17:02 Uhr aktualisiert: 02.05.2019, 17:12 Uhr

Das Straßenverkehrsamt des Kreises Viersen hatte das Nummernschild zunächst als Wunschkennzeichen vergeben, nach einer Bürgerbeschwerde aber wieder eingezogen. Dagegen klagte der Halter des Wagens - und unterlag nun im Eilverfahren.

Der durchschnittliche Bürger assoziiere «HH 1933» mit dem Nationalsozialismus im Dritten Reich. 1933 stehe für das Jahr der Machtergreifung der Nazis und «HH» sei die in rechtsextremen Kreisen übliche Abkürzung des Hitler-Grußes. Gegen die Entscheidung kann sich der Halter noch beim Oberverwaltungsgericht in Münster beschweren.

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