Kriminalität
Fahrradschloss auf die Leitung geworfen: IC ausgebremst

Hörstel (dpa/lnw) - Von 170 Kilometern pro Stunde auf null: Ein auf eine Oberleitung geworfenes Fahrradschloss hat einen Intercity-Zug (IC) ausgebremst. An Bord des Zuges, der von Osnabrück in Richtung Amsterdam unterwegs war, seien Passagiere gewesen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Freitag. Eine genaue Zahl war nicht bekannt. Verletzt wurde bei der Vollbremsung auf der Strecke zwischen Hörstel und Rheine am Mittwochvormittag den Angaben zufolge niemand.

Freitag, 03.05.2019, 11:53 Uhr aktualisiert: 03.05.2019, 12:02 Uhr

Das Schloss sei nach bisherigen Erkenntnissen vom Rande der Bahnstrecke aus auf die Leitung geworfen worden. Es beschädigte den Stromabnehmer des Zuges so sehr, dass dieser sofort ausgebremst wurde. «Das muss ziemlich geknallt haben», sagte der Sprecher. Die Bahnstrecke sei für zwei Stunden gesperrt worden. Der Zug konnte die Fahrt mit seinem zweiten Stromabnehmer fortsetzen.

Wer das Fahrradschloss geworfen hatte, blieb zunächst unbekannt. Die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

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