Film
Aktion zum Thema Inklusion behinderter Menschen in Kinos

Die Inklusion von Menschen mit Behinderungen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der Regisseur Hubertus Siegert nähert sich dem Thema in einem Dokumentarfilm - Anlass für einen Aktionsabend in NRW.

Sonntag, 12.05.2019, 09:31 Uhr aktualisiert: 12.05.2019, 09:42 Uhr
Menschen sitzen im Kino. Kinos beteiligen sich an einem Aktionsabend zum Thema Inklusion behinderter Menschen.
Menschen sitzen im Kino. Kinos beteiligen sich an einem Aktionsabend zum Thema Inklusion behinderter Menschen. Foto: Roland Weihrauch

Köln (dpa/lnw) - Rund 40 Kinos in Nordrhein-Westfalen beteiligen sich an diesem Mittwoch (15. Mai) an einem bundesweiten Aktionsabend zum Thema Inklusion behinderter Menschen. Gezeigt werde der Dokumentarfilm «Die Kinder der Utopie» des Regisseurs Hubertus Siegert, teilte der Kölner Elternverein Mittendrin als Träger der Kampagne mit. Deutschlandweit würden mehr als 160 Lichtspielhäuser an der Aktion teilnehmen. In vielen Kinos gibt es im Anschluss an den Film Diskussionsrunden oder Vorträge. Zu den Unterstützern gehören die Aktion Mensch sowie Prominente wie die Schauspielerin Annette Frier und der Inklusions-Aktivist Raúl Krauthausen.

Ziel sei es, durch möglichst viele parallele Veranstaltungen an einem Abend bundesweit den Fokus auf das Thema Inklusion zu lenken, sagte eine Sprecherin. Mehr als 1000 Ehrenamtliche - Privatpersonen, Vereine und Initiativen - haben die Aktionen organisiert. Zuvor hätten im Rahmen einer Internet-Kampagne mehr als 18 000 Menschen ihr Interesse an einer Filmvorführung bekundet, so dass Kinos bei einer Art «Cinema on Demand» als Partner gewonnen werden konnten.

«Die Kinder der Utopie» erzählt die Geschichte von sechs jungen Erwachsenen - drei mit und drei ohne Behinderung -, die sich zwölf Jahre nach ihrer gemeinsamen Grundschulzeit wiedertreffen. Im Jahr 2005 hatte Siegert die Mädchen und Jungen aus Berlin schon einmal für seinen Dokumentarfilm «Klassenleben» porträtiert.

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