Kriminalität
Lehrer in Hinterhalt gelockt: Polizei sucht wichtigen Zeugen

Dortmund (dpa/lnw) - Bringt ein Spaziergänger Licht ins Dunkel um den Fall eines mutmaßlichen Hinterhalts in Dortmund? Drei Schüler - 16, 17 und 18 Jahre alt - sollen geplant haben, einen Lehrer mit Hammerschlägen zu töten. Sie brachen ihr Vorhaben offenbar ab. Unter welchen Umständen, das könnte ein Spaziergänger gesehen haben, der zufällig vorbei kam. Die Dortmunder Polizei sucht den Mann dringend und veröffentlichte dazu am Donnerstag ein Foto des Garagenhofs, zu dem der Lehrer gelockt worden war.

Donnerstag, 16.05.2019, 17:45 Uhr aktualisiert: 16.05.2019, 17:52 Uhr
Das Blaulicht eines Streifenwagens leuchtet.
Das Blaulicht eines Streifenwagens leuchtet. Foto: Stefan Puchner

Ein 16-jähriger Schüler soll laut Staatsanwaltschaft so unzufrieden mit seiner Benotung gewesen sein, dass er einen 17-Jährigen Schulkameraden und einen 18-Jährigen Bekannten angestiftet haben soll, ihm zu helfen, den Lehrer zu töten. Am Donnerstag vergangener Woche soll dazu der 17-jährige einen Kreislaufkollaps auf einem Garagenhof in Schulnähe vorgetäuscht haben. Die anderen beiden sollen den Lehrer abgefangen und in den Hof gelockt haben. Die mitgebrachten Hämmer seien nicht zum Einsatz gekommen. Ein anderer Mitschüler enthüllte das Komplott des Trios gegenüber der Polizei.

Die Ermittler suchen jetzt einen Spaziergänger, der mit seinem Hund gegen 14 Uhr in der Nähe der Dortmunder Martin-Luther-King-Gesamtschule unterwegs gewesen ist. «Dieser Unbekannte könnte entscheidend dazu beitragen, die Tat aufzuklären und juristisch einzuordnen», so Staatsanwalt Felix Giesenregen.

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