Kriminalität
Opfer im Streit erstochen: Prozess in Paderborn gestartet

Paderborn (dpa/lnw) - Weil er einen Bekannten im Streit erstochen haben soll, muss sich in Paderborn ein 28-Jähriger vor dem Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft warf ihm zum Prozessauftakt am Dienstag Totschlag und Verstöße gegen das Waffengesetz vor. In einer Novembernacht des vergangenen Jahres sollen die beiden Männer im ostwestfälischen Delbrück zufällig aufeinander getroffen und in einen Streit geraten sein. In der Folge soll der Angeklagte mindestens dreimal auf den Oberkörper sowie auf Gesicht und Hals des Opfers eingestochen haben. Der 33-Jährige starb noch am Tatort und wurde später von Passanten gefunden.

Dienstag, 04.06.2019, 15:38 Uhr aktualisiert: 04.06.2019, 15:52 Uhr
Das Landgericht in Paderborn.
Das Landgericht in Paderborn. Foto: Friso Gentsch

Früheren Ermittlerangaben zufolge handelt es sich bei dem Angeklagten um einen in Russland geborenen Deutschen. Er schwieg zum Prozessauftakt zu den Vorwürfen. Opfer und Angeklagter sollen laut Staatsanwaltschaft schon davor immer mal wieder gestritten haben.

Mit auf der Anklagebank sitzt auch sein Zwillingsbruder - allerdings nur wegen Waffengesetzverstößen: Bei den Ermittlungen waren bei den beiden Brüdern illegale Waffen wie Schlagringe und Elektroschocker gefunden worden. Die mutmaßliche Tatwaffe allerdings blieb verschwunden. Es sind zunächst noch zwei Verhandlungstage bis Ende Juni angesetzt.

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