Kriminalität
Chemikalien-Fund: Kein Hinweis auf politischen Hintergrund

Iserlohn (dpa/lnw) - Nach dem Fund explosiver Chemikalien in einer Gartenhütte im sauerländischen Hemer haben die Ermittler keine Anhaltspunkte für einen politisch motivierten Hintergrund. Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) für den Innenausschuss hervor. Ein festgenommener 44-Jähriger sei nach seiner Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt worden, weil das Amtsgericht Iserlohn den Erlass eines Haftbefehls abgelehnt habe.

Mittwoch, 05.06.2019, 15:12 Uhr aktualisiert: 05.06.2019, 15:22 Uhr

Polizei und Feuerwehr waren am 21. Mai zu der Gartenhütte gerufen worden, weil Anwohner einen Knall gehört und Rauch gesehen hatten. In der Hütte fanden die Einsatzkräfte die Kiste mit den Chemikalien. Kurz darauf entdeckten Ermittler in der Wohnung des 44-Jährigen weitere Chemikalien sowie selbst hergestellten Sprengstoff und eine Schusswaffe. Der Mann meldete sich wenig später selbst bei der Polizei.

Dort habe er ausgesagt, dass er kein Terrorist sei und niemandem schaden wolle, heißt es in der Antwort des Ministers auf eine Anfrage der SPD-Fraktion. Aus Neugier und weil er gut in Chemie gewesen sei, interessiere er sich für das Basteln von Sprengstoffen, zitiert Reul aus einem Bericht der Leitenden Oberstaatsanwältin in Hagen. Die Untersuchung der Chemikalien sowie sichergestellter Speichermedien dauere an.

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