Urteile
Nächtliche Brandstiftung: Zehn Jahre Haft

Ein junger Vater zündet nachts die Haustür eines Mehrfamilienhauses an. Er vermutet dort seinen Nebenbuhler. Tatsächlich wohnten dort aber nur dessen Großeltern. Das Urteil: Mordversuch.

Freitag, 07.06.2019, 17:29 Uhr aktualisiert: 07.06.2019, 17:41 Uhr

Essen (dpa/lnw) - Nach einer nächtlichen Brandstiftung ist ein junger Vater aus Haltern am Freitag zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Der 24-Jährige hatte im Oktober 2018 die Haustür eines Mehrfamilienhauses angezündet, in dem er seinen Nebenbuhler vermutet hatte. Tatsächlich wohnten dort aber dessen Großeltern. Die über 80 Jahre alten Bewohner hatten per Drehleiter aus ihrer Wohnung im Obergeschoss gerettet werden müssen. Sie hatten bereits geschlafen, als im Treppenhaus ein Rauchmelder Alarm schlug. Der Angeklagte war durch die Aufzeichnungen einer Überwachungskamera überführt worden. Das Urteil des Essener Schwurgerichts lautet auf Mordversuch.

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