Energie
Klimaschützer wollen mehr Tempo: Aktionstage beginnen

Bis 2038 sollen nach Willen der Kohlekommission alle Kohlekraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden. Das dauert Klimaschützern viel zu lange. Darum machen sie im Rheinland Druck.

Mittwoch, 19.06.2019, 03:03 Uhr aktualisiert: 19.06.2019, 03:12 Uhr
Klimaschützer wollen mehr Tempo: Aktionstage beginnen.
Klimaschützer wollen mehr Tempo: Aktionstage beginnen. Foto: Peter Zschunke

Erkelenz/Aachen (dpa) - Bei Aktionstagen wollen in den nächsten Tagen Tausende Demonstranten im Rheinland für mehr Tempo beim Klimaschutz werben. Klimaaktivisten, Umweltverbände, Bürgerinitiativen und die Protestbewegung Fridays For Future haben zu Protesten in Aachen und im Rheinischen Braunkohlerevier aufgerufen. Am Tagebau Garzweiler wollen die Akteure beim Start der Aktionstage heute über ihre Pläne informierten.

Die Aktionstage beginnen mit einem Protest-Camp des Bündnisses «Ende Gelände» im niederrheinischen Viersen. Dort werden heute die ersten Teilnehmer erwartet, bevor am Donnerstag über 40 Busse mit Aktivisten aus ganz Europa eintreffen sollen. Das Bündnis will bei den Aktionstagen einen Tagebau oder eine Kohle-Transportbahn blockieren.

Die Protestbewegung «Fridays For Future» erwartet zu ihrem ersten internationalen Streiktag an diesem Freitag (21.6.) in Aachen bis zu 20 000 Teilnehmer. Die Bewegung will am Samstag (22.6.) auch am Tagebau Garzweiler für ein vollständiges Ende der Kohleverstromung bis 2030 und ein Ende aller Subventionen für fossile Energieträger demonstrieren.

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