Parteien
CDU-Chefin: Parteispitze und Kanzleramt besser in einer Hand

Düsseldorf (dpa) - Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hält es für besser, wenn die Führung von Partei und Regierung künftig wieder in einer Hand liegt. Das sei der Normalfall gewesen in der CDU-Geschichte - «und es spricht vieles dafür, dass das auch in Zukunft der Normalfall sein sollte», sagte Kramp-Karrenbauer am Montagabend in Düsseldorf. Bundeskanzlerin Angela Merkel führte - ebenso wie Helmut Kohl - lange Zeit sowohl die CDU als auch die Regierung. Ende 2018 gab Merkel die Parteispitze auf, blieb aber Kanzlerin. Kramp-Karrenbauer übernahm den Vorsitz.

Dienstag, 25.06.2019, 06:10 Uhr aktualisiert: 25.06.2019, 06:22 Uhr
Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) spricht bei einer Pressekonferenz.
Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Michael Kappeler

Diese Verteilung sei «für die CDU ja wirklich auch ein Experiment, das fordert uns alle», sagte Kramp-Karrenbauer beim Talkformat «Ständehaus Treff» der «Rheinischen Post». In der politischen Diskussion werde derzeit stets genau auf Unterschiede geschaut zwischen Äußerungen der Kanzlerin und der Parteichefin. Die CDU habe 2018 gute Gründe gehabt für die Trennung. «Aber es ist auch klar, das ist nur eine Phase.»

Kramp-Karrenbauer trat an der Seite von Friedrich Merz auf, gegen den sie sich im Dezember 2018 beim Kampf um die CDU-Spitze knapp durchgesetzt hatte. Wer aus den Reihen der Union bei der nächsten, für 2021 geplanten Bundestagswahl als Kanzlerkandidat antritt, gilt bisher als offen. Kramp-Karrenbauer betonte erneut, dies solle planmäßig erst auf einem CDU-Parteitag im Herbst 2020 entschieden werden.

Nachrichten-Ticker