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Aus für den «roten Blitz»: Ruhrtalbahn stellt Betrieb ein

Hagen (dpa/lnw) - Die Ruhrtalbahn hat ihren nostalgischen Schienenbus-Linienverkehr eingestellt. Ab sofort fährt der «rote Blitz» nicht mehr auf der R-Linie zwischen Hattingen und Hagen und der T-Linie zwischen Herdecke und Ennepetal, wie der Ennepe-Ruhr-Kreis mitgeteilt hatte. Noch im April galt der Betrieb durch eine Finanzierung der Stadt Hagen und des Kreises mit 165 000 Euro als vorerst gesichert.

Freitag, 05.07.2019, 16:16 Uhr aktualisiert: 05.07.2019, 16:22 Uhr

Als Grund für das plötzliche Aus nannte die Betreibergesellschaft finanzielle Engpässe, ausgelöst durch einen schweren Motorschaden an dem Schienenbus aus den 1960er Jahren. Der Zug sei bis heute nicht fahrbereit. Fehlende Einnahmen durch Ausfälle von Fahrtagen während der ersten Saisonhälfte und die kostspielige Reparatur hätten jetzt das Ende besiegelt. Es gebe wohl kein Comeback, hieß es. Der «rote Blitz» werde verkauft.

Man verliere ein Rückgrat des Tourismus, sagte der Geschäftsführer der Ruhrtalbahn, Stefan Tigges. Der Schienenbus hatte für Eisenbahnromantik gestanden. Erst vor 15 Jahren wurde die einstige Originalstrecke entlang der Ruhr reaktiviert. Mehr als eine halbe Million Fahrgäste fuhr seitdem mit.

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