Kriminalität
Geldautomat in Aachen gesprengt

In der Nacht zu Freitag wird ein Geldautomat in einem Supermarkt in Aachen gesprengt. Wenige Stunden später werden fünf Menschen in den Niederlanden festgenommen.

Freitag, 12.07.2019, 19:23 Uhr aktualisiert: 12.07.2019, 19:32 Uhr
Splitter und ein Schild mit der Aufschrift «Geldautomat» liegen vor einem gesprengten Geldautomaten.
Splitter und ein Schild mit der Aufschrift «Geldautomat» liegen vor einem gesprengten Geldautomaten. Foto: Patrick Pleul

Aachen (dpa) - Stunden nach der Sprengung eines Geldautomaten in Aachen in der Nacht zu Freitag hat es in den Niederlanden fünf Festnahmen gegeben. Die Polizei Aachen bestätigte auf dpa-Anfrage, dass es die Festnahmen im Zusammenhang mit der Sprengung des Automaten in einem Supermarkt gegeben habe. Nach Informationen der «Aachener Zeitung» hat ein Zeuge die Flucht der Täter gefilmt.

Gegen 3.50 Uhr am frühen Freitagmorgen seien Nachbarn durch laute Geräusche auf die Tat aufmerksam geworden, teilte die Polizei mit. Der Geldautomat habe im Vorraum eines Supermarktes gestanden - bei der Sprengung sei eine Glaswand zerstört worden. Zur Höhe des Sachschadens und zum Wert der Beute machte die Polizei zunächst keine Angaben.

Es wurde sofort eine Fahndung eingeleitet. Laut einem Polizeisprecher werden vom Landeskriminalamt, das die Ermittlungen bei Geldautomaten-Sprengungen führt, in solchen Fällen auch die benachbarten Behörden in den Niederlanden und Belgien informiert. Die Länder arbeiten bei der Aufklärung dieser Verbrechen eng miteinander zusammen.

Seit Anfang Juni stehen drei Männer in Düsseldorf vor Gericht, die der einer als «Audi-Bande» bezeichneten Gruppierung zugeordnet werden. Diese soll aus den Niederlanden heraus operieren und unter anderem in Nordrhein-Westfalen für mehrere Geldautomaten-Sprengungen verantwortlich sein. Die Gangster sollen für die Fahrt zum jeweiligen Tatort immer gestohlene, stark motorisierte Autos der Marke Audi genutzt haben.

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