Forstwirtschaft
Land verdoppelt Mittel zur Aufforstung von kranken Wäldern

Bergisch Gladbach (dpa/lnw) - Die Landesregierung will zehn Millionen Euro in die Aufforstung kranker Wälder investieren und damit ihre Ausgaben dafür verdoppeln. «Aufforsten, mehr Bäume haben, ist das Ziel, das Gebot der Stunde», sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstag bei einem Besuch im Königsforst in Bergisch Gladbach.

Donnerstag, 25.07.2019, 14:27 Uhr aktualisiert: 25.07.2019, 14:42 Uhr
Armin Laschet und Ursula Heinen-Esser.
Armin Laschet und Ursula Heinen-Esser. Foto: Henning Kaiser

Bisher waren für dieses Jahr vier bis fünf Millionen Euro für die Aufforstung vorgesehen. Um auf den aktuellen, dramatischen Zustand der Wälder zu reagieren, werde man den Betrag nun kurzfristig aufstocken, teilten Laschet und NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) beim Waldbesuch mit. Beide wollen eine solche Förderung für die kommenden zehn Jahre im Finanzplan festschreiben.

Durch anhaltende Trockenheit werden die Bäume anfälliger für Schädlinge wie etwa den Borkenkäfer. Selbst robuste Arten wie die Buche sind betroffen. Nach Angaben des Landesbetriebes Wald und Holz sind in NRW seit Anfang 2018 fünf Millionen Bäume durch Orkane und Trockenheit abgestorben. Der Landesbetrieb sowie private und kommunale Waldbesitzer hatten mehr Geld vom Land gefordert.

«Wir helfen damit nicht nur den Waldbauern, wir helfen auch uns selbst», sagte Laschet und wies auf die Bedeutung der Wälder zur Bekämpfung des Klimawandels hin.

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