Kriminalität
Lügde: Andreas V. fehlt bei Prozess-Fortsetzung

Der Prozess um den Missbrauchsfall Lügde wird mit dem sechsten Verhandlungstag fortgesetzt. Zum Schutz der Opfer wird dazu die Öffentlichkeit in der Regel ausgeschlossen. Der ältere der Angeklagten fehlt: Andreas V. ist derzeit krank.

Donnerstag, 01.08.2019, 02:33 Uhr aktualisiert: 01.08.2019, 02:42 Uhr

Detmold (dpa/lnw) - Mit den Aussagen weiterer Zeugen setzt das Landgericht Detmold heute den Prozess um den sexuellen Missbrauch von Kindern auf einem Campingplatz in Lüdge fort. Der ältere der beiden Angeklagten ist krank und derzeit nicht verhandlungsfähig. Daher fehlt Andreas V. (56) an diesem sechsten Prozesstag. Das Verfahren gegen ihn wird abgetrennt.

Die beiden Angeklagten sollen über Jahrzehnte an der Landesgrenze zu Niedersachsen Kinder und Jugendliche hundertfach schwer sexuell missbraucht und dabei gefilmt haben. Verantworten müssen sich ein 56-Jähriger aus Lügde und ein 34 Jahre alter Komplize aus Steinheim. Beide haben zum Prozessauftakt ein Geständnis abgelegt. Zum Schutz der Opfer dürften die Aussagen der Zeugen weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Das Verfahren gegen einen dritten Mann war bereits abgetrennt worden. Er hatte bei dem Missbrauch vor rund acht Jahren in mehreren Fällen per Webcam zugeschaut. Das Landgericht hatte den 49-Jährigen aus Stade in Niedersachsen zu einer zweijährigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt.

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