Tiere
Kampagne gegen Aussetzen von Tieren zur Urlaubszeit

Dortmund (dpa/lnw) - Mit der landesweiten Plakat-Kampagne «Er war treu... Enttäuschung auf der Urlaubsfahrt» appelliert der Jagdverband an Tierhalter, ihre Vierbeiner nicht auszusetzen. «Leidtragende sind nicht nur Hunde, Katzen und Co., sondern auch unsere heimischen Wildtiere», mahnte der Präsident des Landesjagdverbands Nordrhein-Westfalen, Ralph Müller-Schallenberg. Den ausgesetzten Hunden und Katzen bleibe nach dem «größten Vertrauenbruch» ihrer Besitzer ja gar nichts anderes übrig, als sich aus der Natur zu ernähren und zu wildern, unterstrich er in einer am Donnerstag in Dortmund veröffentlichten Mitteilung.

Donnerstag, 01.08.2019, 11:39 Uhr aktualisiert: 01.08.2019, 11:52 Uhr

Mit ihrer Plakat-Aktion, die traurige, zurückgelassene Hunde am Straßenrand zeigt, werben die Jäger für Alternativen: «Freunde, Nachbarn und Tierpensionen kümmern sich oft gerne während des Urlaubs um ihren Liebling.» Das Schönste für den Vierbeiner wäre es aber, mitgenommen zu werden.

Wer Haustiere aussetzt, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Nach Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes ist es verboten, Tiere auszusetzen. Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer hohen Geldbuße bestraft werden.

Wer ein ausgesetztes Tier finde, müsse vor allem im Sommer schnell reagieren, da Hitzschlag oder sogar der Hitzetod drohten, betonte der Verband. «Benachrichtigen Sie schnellstmöglich die Polizei, Feuerwehr oder das örtliche Ordnungsamt. Seien Sie vorsichtig, wenn das Tier scheu oder verängstigt ist und bieten dem vernachlässigten Tier vor allem an heißen Tagen etwas Wasser an.»

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