Kriminalität
Rettungswagen ausgebremst: Ermittlungen wegen Nötigung

Dülmen (dpa/lnw) - Vermutlich mit voller Absicht hat der Fahrer eines Lieferwagens auf einer Autobahn im Münsterland einen mit Blaulicht fahrenden Rettungswagen (RTW) gleich mehrfach ausgebremst. Der RTW aus Nottuln war am Mittwochnachmittag wegen eines internistischen Notfalls in Dülmen auf die A43 gefahren, um schnell zum Einsatzort zu kommen. Kurz darauf habe der Kastenwagen den Rettungswagen auf der linken Spur nicht vorbei gelassen, obwohl der RTW-Fahrer zu Blaulicht und Martinshorn auch noch die Lichthupe betätigt habe. Der Kastenwagen sei sogar noch langsamer geworden, berichtete die Kreispolizei Coesfeld am Donnerstag.

Donnerstag, 01.08.2019, 17:49 Uhr aktualisiert: 01.08.2019, 18:02 Uhr
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens.
Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: Friso Gentsch

Kurz vor einer Ausfahrt zog der Kastenwagen dann doch noch auf die rechte Spur. Als der RTW überholen wollte, fuhr der weiße Lieferwagen unvermittelt wieder nach links. Dabei sei der RTW-Fahrer zu einer scharfen Bremsung gezwungen worden. Schließlich habe der RTW die Ausfahrt nehmen können, um zum Einsatzort zu gelangen. Ein Rettungsassistent habe sich das Kennzeichen notiert. Die Polizei leitete Ermittlungen gegen den noch unbekannten Fahrer wegen Nötigung im Straßenverkehr ein.

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