Kriminalität
Häftling flieht über Gefängnismauer: Polizei fahndet weiter

Zunächst unbemerkt überwindet ein Häftling der JVA Bochum am Donnerstagabend eine fünf Meter hohe Gefängnismauer und flieht zu Fuß. Die Fahndung der Polizei blieb bislang erfolglos.

Freitag, 16.08.2019, 09:02 Uhr aktualisiert: 16.08.2019, 09:12 Uhr
In Polizei-Westen gekleidete Polizisten.
In Polizei-Westen gekleidete Polizisten. Foto: Silas Stein

Bochum (dpa/lnw) - Der 42-jähriger Häftling, der am Donnerstagabend aus einem Gefängnis in Bochum ausgebrochen ist, befindet sich weiter auf der Flucht. Die Fahndung sei bisher erfolglos gewesen, sagte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen. Die Ermittler hätten zudem keine konkrete Vermutung, wo sich der Mann aufhalten könnte, hieß es.

Der Straftäter hatte am Donnerstagabend eine rund fünf Meter hohe Mauer überwunden und war zu Fuß in den umliegenden Straßen in Bochum untergetaucht. Wie er die Mauer des Gefängnisinnenhofes hinauf und wieder hinunter klettern konnte, sei bislang unklar, so der Polizeisprecher. Man vermute, dass er sich eine Art Aufstiegshilfe gebaut habe. Ebenfalls unklar sei, ob der 42-Jährige sich bei dem Auf- und Abstieg verletzt haben könnte. Bislang gebe es darauf keine Hinweise. Ein Zeuge hatte außerdem beobachtet, wie der Häftling anschließend zu Fuß floh.

Die Polizei suchte mit einem Großaufgebot nach dem Mann, auch Spürhunde und ein Hubschrauber waren in der Nacht an dem Einsatz beteiligt. Der circa 1,75 Meter große Serbe habe eine schlanke, drahtige Figur, braune Augen und nach hinten gegelte schulterlange Haare, teilte die Polizei mit. Außerdem habe er Tätowierungen an Oberkörper und Oberarmen. Der 42-Jährige saß wegen gefährlicher Körperverletzung, Diebstahls und schweren Raubes in der JVA und habe noch eine Haft bis 2021 zu verbüßen, hieß es weiter.

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