Justiz
Ein Hafthaus der JVA Castrop-Rauxel geräumt

Castrop-Rauxel (dpa) - Ein Hafthaus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Castrop-Rauxel ist wegen baulicher Probleme geräumt worden. Ein Riss sei am Mittwoch an dem Gebäude deutlich größer geworden und deshalb seien die Häftlinge noch am selben Tag verlegt worden, sagte ein Sprecher des Justizministeriums in Düsseldorf am Donnerstagabend. Mehrere Medien hatten zuvor über die Räumung des Gebäudes berichtet.

Freitag, 13.09.2019, 12:34 Uhr aktualisiert: 13.09.2019, 12:42 Uhr
Das Torschild der JVA in Castrop-Rauxel.
Das Torschild der JVA in Castrop-Rauxel. Foto: Jan-Philipp Strobel

Betroffen seien ausschließlich Gefangene des offenen Vollzuges. Nicht alle Häftlinge des betroffenen Hafthauses konnten innerhalb der JVA Castrop-Rauxel untergebracht werden, die insgesamt zwölf Hafthäuser hat. Deshalb seien 34 Häftlinge in die JVA Bielefeld-Sennestadt, die über freie Kapazitäten verfügte, verlegt worden. Dies sei mit justizeigenen Fahrzeugen erfolgt. Damit diese Häftlinge am Morgen nicht so lange Anfahrtswege zu ihren Arbeitsstätten hätten, seien dort in der Nähe der JVA neue Angebote gemacht worden.

Im Zuge der Räumung des Hafthauses verletzte sich nach Angaben des Justizministeriums ein Häftling aus Unachtsamkeit bei einem Sprung von der Ladefläche eines Transportfahrzeuges. Der Mann habe aber inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden können. Das evakuierte Hafthaus habe sich an einer Seite abgesenkt, wie eine Begutachtung ergeben habe. Veränderungen im Boden seien die Ursache.

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