Luftverkehr
SPD kritisiert Laschets Helikopterflüge

Düsseldorf (dpa/lnw) - Seit seinem Amtsantritt 2017 ist der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet 16 Mal mit einem Hubschrauber zu einem amtlichen Termin geflogen worden. Das schreibt die Landesregierung in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Der SPD-Abgeordnete kritisierte die Zahl der Flüge Laschets, die «nicht so recht zum Bild des selbst ernannten Klimaschützers passen, das er gerne von sich zeichnet.»

Montag, 11.11.2019, 15:51 Uhr aktualisiert: 11.11.2019, 16:02 Uhr
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht bei einer Preisverleihung.
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht bei einer Preisverleihung. Foto: Roberto Pfeil

Die ehemalige sozialdemokratische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft war in ihrer Amtszeit kein einziges Mal mit einem Hubschrauber geflogen, wie ebenfalls aus der Antwort der Landesregierung hervorgeht. Ex-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU, 2005-2010) war binnen fünf Jahren 33 Mal mit einem Hubschrauber geflogen, Peer Steinbrück (SPD, 2002-2005) in knapp drei Jahren 29 Mal.

Die Landesregierung verteidigte Laschets Flüge, die jeweils aus «zwingenden Gründen in außergewöhnlichen Fällen, um zeit- und sachgerecht einer Terminverpflichtung nachkommen zu können», durchgeführt worden seien. Die Nutzung erfolge «unter strikterWahrung des Haushaltsgrundsatzes der Wirtschaftlichkeit.»

Die SPD stellte die Flüge in Vergleich mit den Pendlern des Landes, die in immer längeren Staus stünden. Laschets Flugverhalten sei «ziemlich abgehoben.»

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