Fußball
Doch nicht zu Tuchel: Dortmunds Weigl wechselt nach Lissabon

Vor der Winterpause war er wieder Stammkraft, doch nach der Rückkehr von Axel Witsel und Thomas Delaney wäre sein Stammplatz wohl wieder auf der Bank gewesen. Deswegen wechselt Ex-Nationalspieler Julian Weigl nach viereinhalb Jahren von Dortmund nach Lissabon.

Mittwoch, 01.01.2020, 18:55 Uhr aktualisiert: 01.01.2020, 19:12 Uhr
Julian Weigl.
Julian Weigl. Foto: Tom Weller

Dortmund (dpa) - Lange Zeit schien es für die Karriere von Julian Weigl nur zwei Varianten zu geben: Entweder der Mittelfeldspieler erobert seinen Stammplatz bei Borussia Dortmund zurück. Oder er folgt dem früheren BVB-Trainer Thomas Tuchel zu Paris Saint-Germain. Am Silvester-Tag fand die Geschichte eine unerwartete Pointe: Der 24-Jährige wechselt zum portugiesischen Meister Benfica Lissabon.

Die Dortmunder erhalten für den fünfmaligen Nationalspieler und EM-Teilnehmer von 2016 eine Ablösesumme von 20 Millionen Euro. Das gab Benfica, das in Portugal auch in dieser Saison wieder Tabellenführer ist, offiziell bekannt. Weigls Vertrag in Dortmund wäre noch bis zum Sommer 2021 gelaufen.

«Julian ist mit diesem Wunsch zu uns gekommen, und wir haben - auch aufgrund seiner Verdienste für den Verein - zugestimmt», sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc. «Ich bedanke mich bei meinen Mannschaftskollegen, den BVB-Mitarbeitern und allen Fans dieses großartigen Clubs für eine tolle Zeit und werde Borussia Dortmund immer im Herzen tragen», erklärte Weigl, der in den nächsten Tagen zur Erledigung aller Formalitäten in Lissabon erwartet wird.

Auf den ersten Blick überrascht auch der Zeitpunkt des Wechsels. Denn in den letzten drei Bundesligaspielen des Jahres hatte der 2015 von 1860 München verpflichtete Weigl jeweils über 90 Minuten auf dem Platz gestanden. Allerdings hatte er dabei von den verletzungsbedingten Ausfällen der Platzhirsche Axel Witsel und Thomas Delaney profitiert. Unter normalen Umständen war Weigl vor allem wegen seines Tempo-Defizits zuletzt häufig Ersatz. Für die Nationalmannschaft war er seit März 2017 nicht nominiert worden.

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