Unfälle
Dutzende Autos prallen bei Nebel im Ruhrgebiet ineinander

Extremer Nebel hat im Ruhrgebiet gleich zu mehreren Massenkarambolagen auf den Autobahnen geführt. Die Bilanz: Dutzende beschädigte Autos, 40 verletzte Insassen und eine Ausnahmesituation für die Rettungskräfte.

Mittwoch, 01.01.2020, 19:19 Uhr aktualisiert: 01.01.2020, 19:32 Uhr
Unfallfahrzeuge stehen auf der Fahrbahn nach einer Massenkarambolage auf der Autobahn A3.
Unfallfahrzeuge stehen auf der Fahrbahn nach einer Massenkarambolage auf der Autobahn A3. Foto: Christoph Reichwein

Dortmund/Duisburg (dpa/lnw) - Sehr dichter Nebel hat am frühen Neujahrsmorgen im Ruhrgebiet zu mehreren Massenkarambolagen mit Dutzenden Fahrzeugen und Verletzten geführt. Die Einsatzkräfte kamen nach eigenen Angaben kaum an die Unfallstellen heran, da sie selbst fast nichts mehr sehen konnten. Auch abseits der Karambolagen ging etwa auf der Autobahn 3 rund um Duisburg zeitweise nichts mehr. Autofahrer seien kurzerhand auf der Autobahn stehengeblieben, weil eine Weiterfahrt durch die schlechte Sicht völlig unmöglich gewesen sei, teilte die Polizei mit.

Die größte Karambolage ereignete sich auf der A3: 20 Fahrzeuge waren bei Duisburg in eine Kollision verwickelt, 15 Menschen kamen mit Rettungswagen in Krankenhäuser. Die meisten hätten die Klinik nach der Untersuchung aber wieder verlassen können, teilte die Polizei mit. Die Einsatzkräfte hätten teilweise eine Sichtweite von unter einem Meter gehabt. Erst nach gut zwei Stunden habe sich der Nebel so weit gelichtet, dass man zumindest 20 Meter weit sehen konnte.

«Die Verkehrsteilnehmer mussten hinter der Unfallstelle mehrere Stunden in ihren Fahrzeugen ausharren», berichteten die Einsatzkräfte. Die meisten hätten das geduldig mitgemacht - aber nicht alle. «Laut Zeugen wendeten einzelne unverantwortliche Verkehrsteilnehmer auf eigene Faust im dichten Nebel und fuhren in Gegenrichtung von der Autobahn runter», teilte die Polizei mit.

Auch rund um Dortmund gab es bei einer Sichtweite von unter 10 Metern eine Reihe von Unfällen mit insgesamt 26 Verletzten. Bei der größten Karambolage prallten auf der A2 insgesamt 15 Fahrzeugen ineinander. An neun Autos sei ein Totalschaden entstanden. «Mehrere Verkehrsteilnehmer bildeten im Stau vor den Unfallstellen keine Rettungsgasse, so dass sie den Einsatzkräften die Anfahrt im Nebel zusätzlich erschwerte», teilte die Polizei mit.

In Dortmund erkannte ein Taxifahrer nicht, dass vor ihm ein Auto wegen des dichten Nebels angehalten hatte. Bei dem Zusammenprall wurde der Beifahrer des vorderen Fahrzeugs lebensgefährlich verletzt.

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