Brände
Zoodirektor: Nach Brand steht Verarbeitung im Vordergrund

Krefeld (dpa) - Ein Meer aus Kerzen hat in der Nacht zum Donnerstag vor dem Krefelder Zoo an die mehr als 30 verbrannten Tiere erinnert. «Das ist unglaublich», sagte Zoo-Direktor Wolfgang Dreßen am Donnerstagmorgen im WDR2-Interview. Auch für die Mitarbeiter stehe nun - neben der Pflege der übrigen Tiere - die Trauerverarbeitung im Vordergrund. «Der Schmerz, der da ist, sitzt unglaublich tief.» Konkrete Vorstellungen, wie es mit dem niedergebrannten Affenhaus und der Zucht der in der Wildnis teilweise bedrohten Tiere nun weitergehe, gebe es noch nicht, sagte Dreßen. Er stehe aber zur Menschenaffenhaltung im Krefelder Zoo, sagte der Direktor.

Donnerstag, 02.01.2020, 08:09 Uhr aktualisiert: 02.01.2020, 08:22 Uhr
Menschen haben nach dem Brand des Affenhaus des Krefelder Zoos als Zeichen der Trauer Kerzen und einen Stoffaffen aufgestellt.
Menschen haben nach dem Brand des Affenhaus des Krefelder Zoos als Zeichen der Trauer Kerzen und einen Stoffaffen aufgestellt. Foto: Alexander Forstreuter

Bei dem Feuer waren in der Silvesternacht mehrere Menschenaffen gestorben, darunter Orang-Utans, Gorillas und ein Schimpanse. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung. Die Ermittler meinen, dass eine zum Jahreswechsel gezündete Himmelslaterne den Brand ausgelöst haben könnte. Der Zoo blieb auch am Donnerstag weiter geschlossen.

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