Notfälle
Bußgelder für Verweigerer bei Bombenentschärfungen

Köln/Duisburg (dpa/lnw) - Bei Bombenentschärfungen machen renitente Anwohner den Behörden immer wieder Probleme. Wer sich weigert, bei einer Evakuierung seine Wohnung zu verlassen, muss deshalb in einigen nordrhein-westfälischen Städten ein Bußgeld zahlen. In Essen werden Verweigerer nach Angaben der Stadt in der Regel mit 200 Euro, in Köln mit bis zu 300 Euro zur Kasse gebeten. Die Stadt Duisburg will nach Angaben eines Sprechers demnächst ihre Sicherheitsverordnung ändern, so dass gegen Störer künftig ein Ordnungsgeld verhängt werden kann.

Sonntag, 05.01.2020, 08:56 Uhr aktualisiert: 05.01.2020, 09:02 Uhr
Eine 500 Kilogramm schweren Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg liegt nach der Entschärfung zum Abtransport bereit.
Eine 500 Kilogramm schweren Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg liegt nach der Entschärfung zum Abtransport bereit. Foto: Uwe Anspach

Einheitliche Regeln für den Umgang mit Verweigerern gibt es nicht. «Die Ordnungsbehörden können die Räumung des Gefahrenbereichs erzwingen», sagte eine Sprecherin des NRW-Innenministeriums. Wenn nötig, kann die Person vorübergehend in Gewahrsam genommen werden. Ob und in welcher Höhe Ordnungsgelder verhängt werden, entscheide aber jede Kommune für sich.

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